Du hast eine Drohne — oder willst dir eine kaufen — und fragst dich: Brauche ich dafür einen Schein? Und wie kompliziert wird das? Gute Nachricht vorweg: Der kleine Drohnenführerschein (EU-Kompetenznachweis A1/A3) ist an einem Nachmittag machbar, komplett online. Hier erfährst du, wer ihn braucht, was er kostet, wie die Prüfung abläuft — und wie du beim ersten Versuch bestehst.
Brauche ich überhaupt einen Drohnenführerschein?
Die Faustregel ist simpel: Ab 250 Gramm Startgewicht brauchst du in Deutschland den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Das gilt egal, ob du privat oder gewerblich fliegst.
Wiegt deine Drohne weniger als 250 g — etwa eine DJI Mini mit ihren 249 g — brauchst du den Schein nicht. Nicht zufällig bauen viele Hersteller exakt unter dieses Limit. Aber Achtung: Sobald deine Drohne eine Kamera hat, musst du dich trotzdem als Betreiber beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) registrieren und bekommst eine e-ID, die du auf die Drohne klebst. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist außerdem für jede Drohne Pflicht.
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A1/A3 oder A2 — welcher Schein ist der richtige?
Es gibt zwei Stufen:
- EU-Kompetenznachweis A1/A3 — der „kleine" Drohnenführerschein. Für die allermeisten Hobbypiloten mit leichten Drohnen völlig ausreichend. Komplett online, schnell gemacht.
- EU-Fernpilotenzeugnis A2 — der „große" Drohnenführerschein. Nötig, wenn du mit schwereren Drohnen näher an Menschen fliegen willst. Aufwendiger, mit Selbststudium und kostenpflichtiger Prüfung bei einer anerkannten Stelle.
Wichtig: Der A1/A3 ist die Grundvoraussetzung für alles Weitere. Selbst wenn du später den A2 machen willst, musst du zuerst den A1/A3 in der Tasche haben.
Was kostet der Drohnenführerschein A1/A3?
Hier wird oft durcheinandergebracht, was kostenlos ist und was nicht:
- Das Lernen / Training: Das offizielle Schulungsmaterial des LBA ist kostenlos.
- Die Prüfung: Für die Abnahme der Online-Theorieprüfung und das Ausstellen des Nachweises fallen 25 € Gebühr ans LBA an.
- Betreiber-Registrierung: Einmalig rund 20 € für deine e-ID, sobald deine Drohne eine Kamera hat.
- Versicherung: Eine Drohnen-Haftpflicht gibt es ab ca. 40 € im Jahr — gesetzlich Pflicht.
Du zahlst für den Schein selbst also nur die 25 € Prüfungsgebühr. Bezahlte Vorbereitungs-Angebote sind optional — sie ersetzen nicht die Prüfung beim LBA, sondern sorgen dafür, dass du sie locker bestehst, statt dich durch trockenes Behördenmaterial zu quälen.
Schritt für Schritt: So bekommst du den A1/A3
- Als Betreiber registrieren. Lege im LBA-Portal einen Account an und zahle die einmalige Registrierungsgebühr. Du erhältst deine e-ID für die Drohne.
- Lernstoff durcharbeiten. Themen sind u. a. Luftrecht, Flugsicherheit, Luftraumstruktur, Wetter und Datenschutz.
- Trainingsprüfung absolvieren. Eine Übungsprüfung zur Vorbereitung — beliebig oft wiederholbar.
- Theorieprüfung ablegen. 40 Multiple-Choice-Fragen. Du brauchst mindestens 75 % richtig. Nicht bestanden? Du kannst kostenlos beliebig oft wiederholen.
- Nachweis herunterladen. Nach Bestehen bekommst du deinen Kompetenznachweis sofort als PDF — beim Fliegen immer dabeihaben.
Der ganze Ablauf dauert für die meisten ein paar Stunden — ein entspannter Nachmittag. Der Nachweis ist anschließend fünf Jahre gültig und gilt in der gesamten EU.
Die Prüfung — worauf kommt es wirklich an?
Die 40 Fragen sind machbar, wenn du den Stoff verstanden hast. Der Haken am offiziellen Material: Es ist korrekt, aber zäh — viel Paragraphensprache, viele Videos, wenig Struktur. Viele lesen sich durch und gehen trotzdem unsicher in die Prüfung, weil nie klar wurde, was prüfungsrelevant ist und warum eine Regel gilt.
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- Echte App fürs Handy — auf den Homescreen legen, auch offline lernen.
- Checks beim Lernen — kleine Fragen unterwegs für echte Prüfungssicherheit.
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Häufige Fragen zum Drohnenführerschein A1/A3
Ist der Drohnenführerschein Pflicht?
Ab 250 g Startgewicht ja. Darunter nicht — aber mit Kamera ist die Betreiber-Registrierung trotzdem Pflicht.
Was passiert, wenn ich ohne Schein fliege?
Das ist eine Ordnungswidrigkeit. Je nach Schwere drohen Bußgelder zwischen 50 und 50.000 €. Zusätzlich kann deine Versicherung im Schadensfall die Zahlung verweigern.
Wie lange ist der A1/A3 gültig?
Fünf Jahre. Danach musst du ihn verlängern.
Wie viele Versuche habe ich für die Prüfung?
Beliebig viele. Wiederholungen sind kostenlos.
Gilt der Schein in ganz Europa?
Ja. Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 ist EU-weit gültig.
Gibt es ein Mindestalter?
Jüngere Pilotinnen und Piloten können den Antrag über die gesetzliche Vertretung stellen, müssen Training und Prüfung aber selbst ablegen.
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